große Schwester & kleiner Bruder

Am Anfang stand ein Haus aus den fünfziger Jahren, am Ende... Dieses Urteil sollte sich jeder selber bilden. Von ambitioniert, futuristisch und kreativ bis hin zu unpassend, störend und hässlich gehen die Meinungen der Passanten auseinander. Ziel der Familie war es, zwei Domizile zu schaffen, die einerseits den Eltern des Bauherren eine dem neuen Lebensabschnitt entsprechende Unterkunft für deren Pension, und andererseits dem Jungarchitekten und seiner Familie ein ansprechendes Zuhause bieten.

Auffallend, kostengünstig und experimentell war die Bedingung. Nach mehrjähriger Planungsphase entstanden zwei Baukörper die eins sind und doch getrennt. Verzerrte Kuben aus Holz mit einer schwarzen Textilfassade bilden drei Voluminas die den weißen  Baukörper durchdringen. Schräggestellte Streifen garantieren eine forcierte Auflockerung der Baumassen. Vor- und Rücksprünge schaffen überdachte Terrassen, die von gegenseitigen Einblicken geschützt sind, wodurch ein Generationenkonflikt im Keim erstickt wird. Zwei separate Eingänge münden in mehrgeschossige Atrien mit einer vertikalen Erschließung.

Zur ostseitigen Erschließung Richtung Gemeindestraße wird reduziert mit Öffnungen  gearbeitet. Zur Gartenseite hin wird mit verglasten Öffnungen geprotzt. Die Ausblicke auf die Teichlandschaften vermitteln mediterranen Flair. Als Abrundung für die unterschiedlichen Anforderungen der Bewohner bietet eine Dachterrasse mit Bibliothek zusätzlichen Rückzugsraum.

Komfortlüftung und Erdwärme decken nachhaltig den Wärmebedarf des Gebäudekomplexes und garantieren höchsten hygienischen Standard.